Halo i bims, 1 Seminarli

Das Semester klopft an die Tür und die Seminare lassen sich nicht einfangen: eine Jagd nach dem perfekten Studienplan.


Ich war noch nie perfekt. Wer kann das schon von sich behaupten? Aber in manchen Dingen zwinge ich mich persönlich zur Perfektion, da ich finde, dass manches einfach nach einer gewissen Ordnung ablaufen sollte. So auch mein Studium. Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich mittlerweile weiß, wie man als Erstsemester ins Studium einsteigt, immerhin ist dies nun meiner dritter Anlauf hinein ins Bachelor-Leben. Umso ärgerlicher ist es dann, wenn einem Steine in den Weg gelegt werden – und zwar von der eigenen Universität. Et tu, Brute?

Das zweite Vergabeverfahren war beendet und nach und nach trudelten die Fixplätze ein. Alle? Nein, ein unbeugsames Zweitfach leistet erbittert Widerstand – und nimmt in diesem Semester ein Viertel (EIN VIERTEL! Das muss man mehrfach lesen.) mehr Studenten an, als Seminarplätze vorhanden sind. Siehe da, es gibt Probleme mit der Seminarplatzvergabe. Wer hätte es gedacht. Solch eine Überraschung. Das ich mittlerweile vom ganzen Kopf-auf-die-Tastatur hauen nicht „QWERTZUIOPÜ“ auf der Stirn stehen habe ist alles.

Organisation

In der Vergangenheit war ich nicht nur an der Universität zu Köln eingeschrieben, sondern im Rahmen eines dualen Studiums auch anderthalb Semester an einer privaten Fachhochschule (vornehm geht die Welt zugrunde). Man denke nur an die viel bessere Organisation aufgrund der hohen Studiengebühren! Das muss doch besser als an einer öffentlichen- nein. Leider nicht. Ich durfte den direkten Vergleich erleben und die privaten sind eindeutig nicht besser als die öffentlichen Bildungseinrichtungen.

Ich frage mich jedoch, warum es eine so alte Universität wie meine es partout nicht auf die Reihe bekommt, genug Plätze in Seminaren anzubieten, um alle Studenten zu versorgen. Wozu eine Überbelegung zulassen? Ich könnte bei dieser Situation förmlich aus dem Hemd springen.

Das Ende vom Lied sieht nun dergestalt aus, dass ich nur eine Vorlesung in Deutscher Sprache und Literatur habe, und auf meine beiden Seminare warten darf. „Du hast doch noch Zeit mit dem Studium!“, durfte ich nun schon von vielen hören. Nein, habe ich nicht, lautet meine Antwort – ich bin nun 22 und möchte kein ewiger Student bleiben.

Und was ist mit dem Plan?

Wie jede Universität hat selbstverständlich auch die Uni Köln ein Modulhandbuch herausgegeben, zusammen mit einem Studienverlaufsplan. Da die ersten drei Semester geprägt sind von Pflichtseminaren, werden die meisten sich vermutlich auch daran halten, demnach auch ich.

Bei meiner Planung für die nächsten zwei Semester habe ich mich an der offiziellen Empfehlung orientiert – und bin glorreich auf die Schnauze gefallen damit. Ich frage mich ernsthaft, wozu die Uni Köln dann noch Studienverlaufspläne herausgibt, wenn man sie nicht umsetzen kann, da die Univerwaltung (pardon) einfach zu blöd ist, um richtig zu kalkulieren. Zumindest erweckt diese Situation den Eindruck. Immerhin habe ich in Skandinavistik bis auf einen Kurs alle Plätze bekommen. Ironischerweise ist ausgerechnet mein Isländisch Sprachkurs überbelegt und ich falle hinten runter – und das in einem Sprachenstudium.

Der perfekte Studienplan mit 6 Semestern plus 1 Auslandssemester fängt an zu bröckeln. Und das, noch bevor das Semester wirklich begonnen hat.

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