Die Suche nach der Motivation

Oder auch: die Geschichte, wie ich die Motivation online suchte und sie offline fand.


Selbstmotivation

Was genau ist es? Kann man es essen? Trinken? Oder vielleicht ist das dieser Mythos, von dem die ganzen erfolgreichen Menschen reden.

Um dieses Geheimnis zu lüften (und mir im gleichen  Zuge eine gehörige Portion davon zu verschaffen), machte ich mich auf in die weiten des Neulands und befragte Freunde, um herauszufinden, wie man Motivation findet. Im eigenen Umfeld, aber vor allem in einem selbst. Gerade in unserer heutigen Zeit, in welcher alles schnell gehen muss und man immer online ist habe ich das Gefühl, dass immer mehr Menschen – und dazu zähle ich mich auch – die Motivation, etwas zu tun, und sei es nur eine Runde spazieren zu gehen, völlig abgeht. Aber warum?

Immer wieder höre ich von vielen, dass sie medial überlastet sind: immer erreichbar, immer online, ein Like hier, ein Like da, noch schnell einen Kommentar verfasst, einen Shitstorm bei Facebook mitgemacht, ein Selfie für Instagram, oh und getwittert hab ich heute auch noch nicht und was ist eigentlich aus dem Youtube Video von den Katzen geworden? Wir leben nicht mehr in einer analogen, sondern in einer digitalen Welt und werden immer weiter in den digitalen Fluss von (scheinbarem) sofortigem Erfolg hineingezogen. Die Auswirkungen davon gestalten sich nun derart, dass alles außerhalb dieser digitalen Welt langweilig wird. Das Problem unserer ständigen Erreichbarkeit ist, dass wir uns nicht mehr nur auf eine Sache konzentrieren. Unsere Aufmerksamkeit ist zu jeder Zeit gespalten und das Gehirn versucht, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu jonglieren – und scheitert kläglich. Wir sind nicht dazu gemacht, mit multi-tasking zu funktionieren, sondern eine Sache nach der anderen zu erledigen. Die Folge dieser Vorgehensweise ist, dass wir schnell ermüden und uns oft nicht aufraffen können, die Motivation für die wichtigen Dinge zu finden. Lieber schaut man sich noch ein Katzenvideo an, noch eine Folge auf Netflix, noch ein paar Tweets schreiben…

Und doch gibt es erfolgreiche Menschen dort draußen, die Selbstmotivation scheinbar perfektioniert haben, trotz des medialen Drucks der sozialen Netzwerke.

Offline Gehen

Das Geheimnis dahinter ist so einfach wie logisch, und vermutlich den meisten bereits bekannt: einfach mal offline gehen. Doch die Realität sieht wie immer anders aus, als man sich das selber wünschte. Zuletzt machte ich die Probe aufs Exempel: einen Tag lang meine Geräte komplett ausschalten und einen analogen Sonntag zelebrieren. Kurz darauf wurde ich gefragt, wie ich das denn könnte – so ohne Kontakt nach außen. Als ich antwortete, dass man ohne digitale Medien viel mehr schafft und sich besser zu Dingen aufraffen kann, welche man sonst nie schafft, da man keine Ablenkungen mehr hat, wurde ich nur mit Unverständnis angeschaut.

Die Motivation kommt demnach wieder, wenn man seine sozialen Medien einfach mal stumm schaltet. Oder ausschaltet. Oder einfach ganz in die Schublade legt für einen Tag, Woche, Monat… Mit dem offline gehen hätten wir nun also den ersten richtigen Schritt hin zur Selbsmotivation gemacht. Mein nächster Schritt bestand also darin herauszufinden, wie ich mich motivieren konnte, meine Ablagestapel und To-Do-Listen abzuarbeiten.

Motivational Speeches

Auf meinen Streifzügen durch verschiedene Arten der Motivation fand ich etwas, was für manche vielleicht lächerlich klingen mag, für mich allerdings hervorragend funktionierte und seit dem meine präferierte Art der Motivation ist, wenn es mal wieder nicht so klappt, wie ich mir das vorstelle: Youtube, Spotify oder ähnliches an und statt Musik „Motivational Speeches“ anhören.

Richtig. „Motivational Speeches“, zu deutsch „motivierende Reden“.

Inspirierende Reden von Menschen, die viel in ihrem Leben geleistet haben und erzählen, wie sie es geschafft haben, sich selbst zu motivieren und ihr Leben auf die Reihe zu bekommen. Oder auch Reden, die einen direkt ansprechen, wie zum Beispiel jene von „Fearless Motivation“, welche ich auf Spotify gefunden habe (für alle Interessenten: Links dazu findet ihr unter dem Artikel). Im Prinzip sind sie nichts weiter als ein verbaler Arschtritt, der einem verpasst wird – aber es scheint zu wirken, zumindest bei mir. Natürlich sollte man zuvor alles andere ausgeschaltet haben, denn es ist nicht gerade förderlich, wenn man die Motivational Speeches anschmeißt und dann doch an Twitter hängt oder das Smartphone andauernd pingt, weil man bei WhatsApp vergessen hat die 274902344. Gruppe stumm zu schalten. Merken wir uns also: erst offline gehen, dann Motivation finden – und dann anpacken.

Ich denke, jeder muss für sich selber herausfinden, was er/sie für die Selbstmotivation benötigt – es gibt keine Patentlösung. Nicht in Büchern, nicht im Internet, nicht von irgendwelchen selbsternannten Motivations-Gurus.

Um das Level an Motivation jedoch beizubehalten, sollte man allerdings nicht in alte Muster zurückfallen. Das heißt: klappt jetzt euren Laptop zu, schaltet den PC mal aus, Smartphone auf Flugmodus oder ganz aus – und GEHT OFFLINE!

Selbstverständlich bin ich seit dem immer motiviert und schaffe alles, was ich mir vornehme. Entschuldigt mich nun, Twitter und Instagram rufen.


Spotify-Links:

Motivational Speeches Playlist

Fearless Motivation

Feed Your Mind With Success

3 Kommentare zu „Die Suche nach der Motivation

  1. Da ist so einiges wahres dran. Und am Ende verändern wir an unserer eigenen Einstellung dann doch wieder nichts. Dabei ist „Offline gehen“ wirklich keine schlechte Alternative.

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