Erdentagebuch – 19. August 2017

Donald Trump, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, ist nun seit 211 Tagen im Amt. Angela Merkel befindet sich nun am Ende ihrer dritten Amtsperiode, während Frankreich mit Emmanuel Macron den jüngsten Staatspräsidenten in der französischen Geschichte besitzt.

Vieles ist im Wandel, und nicht zum besseren: im Osten sitzt Erdogan, welcher sich als Kleindiktator inszeniert. Im Westen – bereits genannt – das kleine Kind Trump. 

Europas Zentrum ist eingekesselt zwischen zwei schwierigen Fronten. Hinzu kommen die alten Querelen mit Russland und der Krimkrise, die ständige Frage, wie ernst man denn nun Kim Jon Ung in Nordkorea nehmen kann, die immer schlimmer werdende Schulden- und Finanzkrise Griechenlands, der anstehende EU-Ausstieg „Brexit“ Großbritanniens, die Bedrohung durch den Islamischen Staat.

Die politische Lage sieht in der Tat alles weniger als rosig aus. Doch während wir in unseren wohl behüteten Heimen sitzen und uns Gedanken über das neuste Outfitt der französischen première Dame machen, verhungern in unserem eigenen Land Kinder, ganze Familien müssen aus Armut auf der Straße leben – und das ist erst der Anfang einer Liste, die ich noch sehr lange fortführen könnte. 

Menschen strömen zu tausenden aus fernen Ländern herbei, weil in ihrer HeimatKrieg herrscht, den die westlichen Länder vor Jahrzehnten zum Teil mit verschuldet haben. Tausende und Abertausende leiden Hunger und Durst in Afrika, obwohl wir durchaus in der Lage wären, ihnen zu helfen. Große Konzerne weiden gnadenlos Länder und somit deren Bevölkerungen aus, darunter Länder wie zum Beispiel Brasilien.

Die wenigsten globalen Unternehmen denken über ernsthafte Alternativen nach. Sie interessieren sich nur für ihre Gewinne und Gewinnmaximierung.

Ziel der globalen Marktwirtschaft sollte es sein, dass alle am Reichtum teilhaben können – zumindest möchten einige Menschen uns dies glauben machen. Die Realität sieht vollkommen anders aus:

Die soziale Ungleichheit war noch nie größer als jetzt. Und es wird nur noch schlimmer. Die Balance de Menschheit, die eigentlich herrschen sollte, ist noch lange nicht erreicht und wird es auch nie, wenn sich an unserem Verhalten nicht grundlegend etwas ändert.

Hinzu kommt das Sterben unseres Planeten. Wir bringen die Erde langsamem aber sicher um: die Meere sind überfischt, die Wälder versanden aufgrund von Abholzung, die Luft verdreckt, die Atmosphäre heizt durch CO2 den Planeten weiter auf, es gibt allgemein zu wenig Ressourcen. Ressourcen sind das, was nicht nur Kern des Umweltschutzes, sondern auch Kern der Bekämpfung der sozialen Ungerechtigkeit ist.

Wir müssen nicht nur lernen, besser mit unseren Ressourcen umzugehen, sondern sie auch effektiver zu nutzen und zu verteilen.

Wir leben – insbesondere in Deutschland – oftmals im Überfluss. Das einzige, was viele von uns wirklich sorgt, sind die neuen Infos zum Diesel-Skandal oder der aktuelle Börsen-Kurs.

Wenn wir so weitermachen und unsere Politiker sich weiterhin verhalten wie kleine Kinder, deren liebstes Spielzeug kaputt gegangen ist, dann werden viele von uns schon in Kürze in größter Armut leben, während einige wenige noch ein paar Generationen lang ein Leben in Hülle und Fülle verbringen dürfen.

Doch die Ressourcen sind nicht unbegrenzt und irgendwann werden auch die letzten aufgebraucht sein.

Die Menschheit wird sich selbst zu Grunde richten und niemand wird anwesend sein, um es zu erleben.

Nur die Erde wird noch da sein: kahl, ausgenutzt und ausgebrannt, aber fähig sich zu regenerieren. Sie kann neu anfangen. Wir nicht.

Wir haben nur diese eine Chance und wir sind gerade dabei sie massiv zu verspielen.

Fangen wir an, etwas zu verändern, etwas zu erschaffen, was Dauer hat, jeder einzelne von uns. Fangen wir an, die Welt zu einem lebenswerteren Ort zu machen. Für uns, und für die, die nach uns kommen, und die, die danach kommen. Fangen wir damit an.

Und zwar jetzt.

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