Lange Pause, viel passiert

Viele Menschen haben im Laufe ihres Lebens das Bedürfnis, etwas zu ändern. Seien es die Vorhänge, welche mal wieder gewaschen werden sollten, der Partner, der plötzlich partout nicht mehr zu einem passt, oder man hält es generell nicht mehr aus und zieht komplett in eine andere Stadt. Manches davon ist einfacher, manches davon ist schwerer.

Ich hatte in den letzten Monaten viel Zeit zum Nachdenken und neu strukturieren. Ich habe mich wie eine Wahnsinnige in meine Arbeit gestürzt, habe Überstunden geschoben und endlich auch mein Abschlussprojekt für die IHK fertig. Währenddessen hat sich meine fast 2 1/2 Jahres Beziehung verabschiedet – bzw. ich habe sie verabschiedet. Manchmal passt es einfach nicht mehr. Traurig und schmerzhaft für alle Beteiligten, aber ich wäre nicht die unverbesserliche Optimistin die ich bin, würde ich nicht auch darin etwas Positives sehen. Man kann gebrochen aus solch einer Krisen Situation hervorgehen. Man kann aber auch als ein neuer, stärkerer Mensch zurück ins Leben treten. Ich habe dabei viel über mich selbst gelernt und viel über andere Menschen und die Natur der Menschen im Allgemeinen. Ich habe gelernt, dass man nicht sofort ad hoc mit dem Ex-Freund befreundet sein kann. Zumindest nicht, wenn man diese Person wirklich innig und tief geliebt hat.

Erfreulicher hingegen ist meine persönliche Veränderung: neue Frisur, neues Lebensgefühl. Es scheint tatsächlich etwas dran zu sein. Hinzu kommt mein neu gewonnenes Selbstvertrauen. Ich traue mir mehr zu, stehe nicht mehr so kritisch mir selbst gegenüber und schere mich schon gar nicht darum, was die Leute von mir denken. 

Meine Ausbildung neigt sich dem Ende zu und ich frage mich, was danach kommt, nach dem Januar 2017. Mein Betrieb wird mich aller Wahrscheinlichkeit nicht übernehmen, da ich das Studium abgebrochen und keinen Bachelor habe. Ein halbes Jahr FSJ im Anschluss? Oder doch lieber ins Ausland und nach Übersee in die Staaten? Vielleicht auch nach London? Oder ganz klassisch ein Studium ab nächstem Wintersemester? Ein klassischer Bürojob kommt für mich nicht mehr in Frage, den habe ich lange genug ausprobiert. Meine kreative Ader ruft nach mir – ich habe mir nach über 2 Jahren wieder Leinwände gekauft und habe angefangen einen Roman zu schreiben.

Ich habe aktuell keine wirkliche Ahnung, wohin es mich treiben wird. Oder was ich tun werde. Wer ich sein werde, nächstes Jahr, oder in 10 Jahren. Aber ich weiß, dass sich verändern muss. Ich muss mich verändern.

Vielleicht komme ich auch einfach mit einer neuen Haarfarbe um die Ecke.

Julia

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