Abendliche Routine

Verdienter Feierabend. Ob von Schule, Uni oder Job. Ab in Auto, Bus und Bahn. Wo uns dann schon grimmig mies die Menschne erwarten. Gezwängt in überhitzte Autos, Bahnen, Busse. Schwitzend drängt man sich in der Bahn dazwischen und fragt sich, wo der dicke Finne (nur mit einem spärlichen Handtuch bekleidet) und sein Birkenzweig, welchen er durch die Luft schwingt, nun schon wieder herkommt. „Husch!“ scheucht man ihn aus der Bahn, um mit feuchten Klamotten auf dem letzten klebrigen Sitz Platz zu nehmen. Dann Stöpsel in die Ohren, Musik drauf. Ins Handy starren wie alle anderen, keiner redet, alle müde. Grau und müde. Erschöpfte Gesichter wenden sich einem zu, als man laut seufzend den Schweiß von der Stirn wischt. Die Landschaft zieht an einem zu Alex Clare komponierten Soundtrack des Lebens vorbei. Laut dröhnt die Straßenbahn in den Ohren, als sie eine Kurve fährt und ihre leicht rostig aussehenden Räder quietschend über die Gleise schaben. Es werden immer weniger Menschen in der Bahn, die Luft wird deutlich besser und man fragt sich, wieso es überhaupt so viele Menschen gibt auf dieser Welt. Nach einer gefühlten Ewigkeit dann aussteigen. Draußen nicht minder kühler als drinnen. Die heimelige Tür von weitem sehen und endlich nachhause kommen.

FEIERABEND.



Länger geworden als gedacht. In der Bahn scheint meine poetische Ader durchzuschlagen. 

Schönen Abend euch allen!

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